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Geliefertes Quellenmaterial

Parlamentsausschnitt – Polizeigala und Jurassica Parka

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Vielen Dank, Herr Präsident.

Wie erklärt der Senat, dass der als Dragqueen

-Jurassica-Parker auftretende Mario Olitschinsky trotz seiner aus

dem Jahr 2023 rührenden Vorstrafe wegen Verbreitung, Erwerb

und Besitz kinderpornografischer Inhalte gemäß § 184 Strafgesetzbuch

im Juli diesen Jahres eine Veranstaltung moderieren konnte,

zu deren Organisation auch die Berliner Polizei gehört?

Verehrter Herr Präsident, Herr Weiß, es ist richtig,

am 14.

Juli diesen Jahres war das Berliner Theater des

Westens Gastgeber der sechsten Benefizgala gegen Hasskriminalität gemeinsam

bunt.

Die Schirmherrschaft war von der Polizeipräsidentin sowie von

drei weiteren Personen aus dem künstlerischen Bereich und

der Verwaltung übernommen worden.

Wie auch in den vergangenen sechs Jahren wurde

der gesamte Gewinn, lassen Sie mich das vorausstellen,

werden auch in diesem Jahr an gemeinnützige Organisationen

gespendet.

Das heißt, die Veranstaltung ist sehr, sehr wichtig

und auch richtig.

Die Moderation, das haben Sie jetzt eben in

Ihrer Fragestellung schon gesagt, erfolgte durch die als

Jurassica-Parker bekannte Dragqueen.

Ich habe das ebenfalls dann aus der Presse

erfahren, ich wusste das nicht, ich hatte auch

keine Einladung, ich bin da auch nicht gewesen.

Und Sie können sich vorstellen, dass ich selbstverständlich

darüber stinksauer war.

Das sage ich ganz deutlich, ich bin immer

Frau der deutlichen Worte und das sage ich

auch hier ganz deutlich.

Es ist so, dass man sich vorher nicht

darüber informieren konnte, weil es wohl für solche

Überprüfungen keine rechtlichen Grundlagen gibt.

Trotzdem muss ich eins ganz deutlich sagen, dass

jemand, der als Vorstrafe wegen Kinderpornografie nicht selbst

darauf auch kommt, so etwas gar nicht erst

weiter zu machen, das finde ich sehr, sehr

schlimm.

Deshalb werde ich auch hier das sehr klar

auswerten, was man für rechtliche Möglichkeiten dort haben

kann.

Trotzdem nochmal, dass die Polizei solche Veranstaltungen macht,

finde ich sehr, sehr richtig.

Und ich habe anfänglich meiner Ausführungen gesagt, der

Gewinn geht an gemeinnützige Organisationen und auch so

etwas ist sehr wichtig für unsere Stadt.

Es ist ein klares Bekenntnis gegen Hasskriminalität unserer

Polizei.

Dass das jetzt passiert ist in der Moderation,

werden wir klar auswerten und ich werde mich

auch darum kümmern, was es für Möglichkeiten geben

könnte, um das zukünftig auch rechtlich auszuschließen, dass

jemand, der vorbestraft ist, noch dazu mit so

einem Sachverhalt zukünftig so etwas nicht mehr machen

kann.

Herzlichen Dank.

Vielen Dank, Herr Präsident, vielen Dank, Frau Senatorin.

Wie erklärt es der Senat denn ferner, dass

das Berliner Querbündnis, zudem auch die Senatsverwaltung für

Soziales und die Polizei Berlin gehören, eben jenen

Mario Oliczinski und seine Kiez-Durr-Nollendorfplatz für

einen Respektpreis nominiert hat und dies eine Woche

nachdem Oliczinskis Verurteilung medial bekannt wurde und neue

Vorwürfe gegen ihn im Raum stehen.

Vielen Dank, Herr Präsident, vielen Dank, Herr Abgeordneter

für die Frage.

Also nochmal grundsätzlich, die Insenatorin hat ja auch

darauf geantwortet, äußern wir uns auch nicht zu

Fragen im Zusammenhang mit laufenden juristischen Fragen.

Zu ihrer konkreten Frage zum Respektpreis möchte ich

sagen, dass das eine unabhängige Jury ist, in

die wir keinen Einblick haben oder auch auf

die wir keinen Einfluss haben und an dieser

Entscheidung auch nicht beteiligt sind.

Danke.