...hnet das Pentagon fordert Europa jetzt auf, Russland nicht weiter zu provozieren. 😏 Die USA haben in meinen Augen maßgeblich dazu beigetragen, dass dieser Krieg überhaupt entstand. Und jetzt spielen sie den Friedensstifter? Wie nennt man das, wenn der Brandstifter plötzlich vor Feuer warnt? Heuchelei? 👉 Quelle 👉 mein Post via 😉 Warum ich Paul Brandenburg so kritisch sehe? Ich möchte euch gerne erklären, warum ich Paul Brandenburg und inzwischen auch die ganze Situation um seine Verhaftung mit großem Misstrauen betrachte. Ich habe ihn vor einigen Jahren auf einer Bühne erlebt und war zunächst begeistert. Endlich jemand, der Klartext spricht, dachte ich. Doch als ich anschließend persönlich mit ihm sprach und ihm als medizinischer Laie Fragen zu Blutuntersuchungen und Spike-Proteinen stellte, lernte ich plötzlich einen ganz anderen Menschen kennen. Statt auf meine Fragen einzugehen, bekam ich sinngemäß zu hören, dass ich keine Ärztin sei und deshalb ohnehin nichts verstehen würde. Sein Verhalten empfand ich als unglaublich überheblich. Es war, als hätte ich auf der Bühne und im persönlichen Gespräch zwei völlig verschiedene Menschen erlebt. Später habe ich mich auf X kritisch über ihn geäußert, nicht einmal direkt an ihn gerichtet, und stellte fest, dass er mich blockiert hatte. Ausgerechnet jemand, der öffentlich immer wieder betont, wie wichtig ihm der offene Diskurs ist. Und ich stehe mit dieser Erfahrung nicht allein. Wie passt das zusammen? Und dann sind da seine eigenen Widersprüche. Während Corona bezeichnete er das Testen symptomloser Menschen als absurd, betrieb aber selbst staatlich finanzierte Testzentren. Er begründete das damals sogar damit, dass die Menschen es wollten und der Staat dafür bezahle. Brandenburg ist selbst Unternehmer, besitzt nach eigenen Angaben eine Pilotenlizenz und berichtet über seine Privatfliegerei. Er hat selbst erklärt, dass seine Medienarbeit weitgehend durch Spenden finanziert werde, teilweise auch sein Lebensunterhalt. Und jetzt wird erneut um Spenden gebeten, diesmal für seine anwaltliche Verteidigung. Natürlich kenne ich seine tatsächlichen finanziellen Verhältnisse nicht. Aber ich frage mich bei solchen Aufrufen schon, wie selbstverständlich Menschen bereit sind, andere finanziell zu unterstützen, ohne deren wirtschaftliche Situation wirklich zu kennen. Gerade weil ich weiß, wie viele Menschen tatsächlich dringend auf finanzielle Hilfe angewiesen sind, macht mich das nachdenklich. Und nun lese ich, welche Äußerungen Brandenburg gegenüber Kai Wegner getätigt haben soll. Sorry, aber wir reden hier von einem intelligenten, medienerfahrenen Mann, der seit Jahren politische Auseinandersetzungen führt. Wenn jemand derart schwerwiegende Anschuldigungen erhebt und einen Politiker persönlich auf diese Weise herabsetzt, dann muss ihm doch bewusst sein, dass er damit eine entsprechende Reaktion provoziert. Er hätte es ganz anders und trotzdem mit aller Deutlichkeit kritisieren können. Er ist ein großartiger Rhetoriker und dazu in der Lage. Für mich sieht das nach einer bewussten Provokation aus. Welche Folgen er sich davon erhoffte und ob ich mit meiner Einschätzung richtig liege, weiß ich natürlich nicht. Aber ich kann mir schwer vorstellen, dass ihm nicht bewusst gewesen ist, dass er sich damit in Richtung einer Strafverfolgung bewegt. Und jetzt bekommt er wieder enorme Aufmerksamkeit, wird von vielen zum Helden erklärt und es werden Spenden gesammelt. Ich sehe das alles und frage mich, was hier eigentlich gespielt wird. Mein Misstrauen ist über Jahre gewachsen. Durch persönliche Erfahrungen, durch Informationen von Menschen die mit ihm gearbeitet haben, durch seine Aussagen und durch Dinge, die für mich einfach nicht zusammenpassen. Ich finde, wir sollten auch die Menschen kritisch hinterfragen dürfen, die öffentlich gegen das System auftreten. Denn nur weil jemand laut gegen den Staat spricht, bedeutet das für mich noch lange nicht, dass ich ihm automatisch vertrauen muss. Und ich frage mich auch, was er bisher eigentlich konkret für die Menschen erreicht hat. Ich meine damit nicht, Artikel zu schreiben, Diskussionen zu führen oder öffentlich Kritik zu üben. Das machen viele Menschen. Ich meine tatsächliche Erfolge, Initiativen oder Veränderungen, die für die Menschen etwas bewirkt haben. Was hat er auf den Weg gebracht, was hat er erfolgreich durchgesetzt? 1 von 2 Mir fällt da jedenfalls nichts Konkretes ein. Aber gerne lasse ich mich eines Besseren belehren. 2 von 2 👉 Mein Post via 😉 Update 15:53 Uhr: Ich möchte meinem Beitrag noch etwas hinzufügen, weil mir wichtig ist, dass meine Kritik an Paul Brandenburg richtig verstanden wird. Ich finde es ausdrücklich gut und wichtig, dass Brandenburg den Fall rund um Jurassica Parka und dessen Auftritt bei einer Polizeiveranstaltung öffentlich kritisiert hat. Ich selbst kritisiere Pädophilie und sexuellen Missbrauch an Kindern seit Langem. Dass er diese Sache aufgegriffen hat, begrüße ich ausdrücklich. Wie ich oben schon schrieb, ging es mir um die Art und Weise, wie er seine Kritik geäußert hat. Das hätte er auch anders machen können, ohne an Deutlichkeit zu verlieren. Für mich wirkt sein Vorgehen weiterhin wie eine bewusste Provokation, bei der ihm die möglichen strafrechtlichen Konsequenzen durchaus klar gewesen sein dürften. Das ist meine persönliche Einschätzung, und genau deshalb überrascht mich die Aufmerksamkeit, die er jetzt bekommt, auch nicht. Selbstverständlich sehe ich auch seine Untersuchungshaft kritisch. Ich habe schon kommentiert, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Was ich gerade beobachte, ist allerdings genau das, was ich erwartet habe. Brandenburg erhält enorme Aufmerksamkeit, und selbst Menschen, die ihn zuvor kritisch gesehen haben, stellen sich jetzt hinter ihn. Ich kann das nachvollziehen, gerade weil viele von uns die staatliche Willkür kennen und Menschen erleben, die wegen ihrer Äußerungen vor Gericht stehen. Aber genau das ist es eben. Was ist mit all denen? Wie viele andere Menschen stehen ebenfalls wegen ihrer kritischen Äußerungen vor Gericht, ohne diese Aufmerksamkeit und Unterstützung zu erfahren? Menschen, die keine große Reichweite haben, deren Verfahren kaum jemand mitbekommt und die möglicherweise nicht einmal wissen, wie sie ihren nächsten Anwalt bezahlen sollen. Die U-Haft ist für diese öffentliche Aufmerksamkeit natürlich noch das I-Tüpferl beim Brandenburg. Und da frage ich mich schon: Ist den Behörden wirklich nicht bewusst, dass gerade bei jemandem, der ohnehin in der Öffentlichkeit steht, eine solche Maßnahme öffentlich ausgeschlachtet wird? Doch unabhängig davon, finde ich all diejenigen auch wichtig, die ebenfalls verfolgt und der Willkür ausgesetzt sind und bin sicher, das viele von euch jemanden kennen. Und warum schaffen wir es eigentlich nicht, einen gemeinsamen Pool aufzubauen, aus dem Menschen in solchen Situationen unterstützt werden können? Unabhängig davon, wie bekannt sie sind oder wie viele Follower sie haben. Natürlich müsste dabei berücksichtigt werden, wer tatsächlich finanzielle Hilfe benötigt. Das wäre für mich eine wirkliche gemeinschaftliche Aktion, bei der wir etwas für die Menschen erreichen könnten. Wenn jeder sich ordentlich wehren könnte, würden wir deutlich mehr hier erreichen. Jedoch habe ich schon mehrfach erlebt, wie schwierig es ist, solche gemeinsamen Lösungen auf die Beine zu stellen. Und ich frage mich ernsthaft, warum das immer wieder scheitert. Warum gelingt es uns, für bekannte Persönlichkeiten innerhalb kürzester Zeit enorme Solidarität und finanzielle Unterstützung zu mobilisieren, während andere mit ihren Verfahren, ihren Sorgen und manchmal sogar ihrer bedrohten Existenz weitgehend allein dastehen? Ich wünsche mir, dass wir endlich anfangen, alle Menschen mit demselben Maßstab zu betrachten. Denn die Meinungsfreiheit eines Menschen mit 100 Followern ist genauso viel wert wie die eines Menschen mit 100.000 Followern. Und wenn wir wirklich gemeinsam für diese Freiheit einstehen wollen, dann sollte unsere Solidarität auch dort ankommen, wo niemand eine große Bühne hat. 👉 mein Post via 😉 Im Thekengespräch vom 22. Januar 2024 wird Paul Brandenburg ab Minute 6:50 gefragt, ob er selbst gegen Corona geimpft hat. Seine Aussagen aus dem Transkript: 6:58: „Ja, ich habe das auf Verlangen bei denen, die das unbedingt wollten, dann durchgeführt.“ 7:14: „Wenn die jetzt sagen, ich will das unbedingt haben, dann mache ich das, soweit der Patient das voll aufgeklärt tut, und mache auch Dinge, die ich nicht gut finde.“ 7:29: „Ich erklär dem, das ist aber schlecht. Er will es trotzdem, dann zwinge ich den nicht zum anderen zu gehen.“ 7:38: „Diese sogenannte Impfung würde noch nicht darunter fallen.“ (Gemeint sind seine zuvor erwähnten ethischen Grenzen.) 7:46: „Ich habe bisher noch keinem einzelnen Patienten empfohlen, sich diese Impfung zu verpassen. Ich rate mittlerweile grundsätzlich davon ab.“ Quelle, direkt ab Minute 6:50: https://www.youtube.com/watch?v=vVbL6J3Hgjc 👉 mein Post via 😉 Das habe ich als Kommentar auf einen Kommentar gepostet und er ist mir wichtig festzuhalten für alle kritische Menschen hier: Ich kenne verdammt viele mutige Menschen. Und ich halte uns ganz bestimmt nicht für Weicheier, auch dich nicht. Wir haben alle unterschiedliche Charaktere und Persönlichkeiten. Der eine hat die Fähigkeit, öffentlich voranzugehen und Menschen für eine Sache zu gewinnen. Andere wirken lieber im Hintergrund, unterstützen, organisieren oder tragen auf ihre Weise dazu bei, dass überhaupt etwas bewegt werden kann. Aber warum sollte ausgerechnet derjenige, der vorne steht, deshalb ein Held sein? Was könnte er ohne all die Menschen erreichen, die hinter ihm stehen? Solange solche Persönlichkeiten wirklich für die Sache und für die Menschen eintreten, bin ich dabei. Wenn ich aber den Eindruck bekomme, dass es irgendwann mehr um die eigene Person geht als um die gemeinsame Sache, dann schaue ich genauer hin und hinterfrage auch diese Menschen kritisch. Dabei vergessen wir oft, wie viele Menschen genauso mutig sind, obwohl sie kaum jemand kennt. Menschen, die öffentlich ihre Meinung vertreten, persönliche Nachteile in Kauf nehmen, vor Gericht stehen oder sogar ihre Existenz riskieren, ohne dafür Tausende Unterstützer oder eine große Öffentlichkeit hinter sich zu haben. Sind diese Menschen etwa weniger mutig, nur weil sie keinen bekannten Namen haben? Und zu deiner Aussage, dass die da oben uns auf der Nase herumtanzen: Ich glaube, wir unterschätzen, wie viel Macht durch organisierte Zusammenarbeit entsteht. Dort gibt es feste Strukturen, finanzielle Mittel und Menschen, die dafür bezahlt werden, bestimmte Interessen zu vertreten und durchzusetzen. Viele sind von diesen Strukturen abhängig und haben schon deshalb ein Interesse daran, dass sie bestehen bleiben. Dafür müssen sie längst nicht in allem einer Meinung sein. Es reicht, dass sie bei bestimmten Zielen zusammenarbeiten. Wir dagegen sind viele eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Gedanken, Erfahrungen und Überzeugungen. Und genau das schätze ich an den Menschen, die sich kritisch mit den gesellschaftlichen Entwicklungen beschäftigen. Allerdings macht uns diese Eigenständigkeit auch anfälliger dafür, dass wir uns gegenseitig bekämpfen, anstatt unsere gemeinsamen Interessen zu erkennen. So erlebe ich es seit Jahren. Und dabei dürfen wir eines nicht vergessen: Auch innerhalb unserer eigenen Reihen verfolgt nicht zwangsläufig jeder dieselben Ziele. Manche wollen vielleicht vor allem ihre eigene Bekanntheit steigern oder persönliche Interessen durchsetzen. Andere handeln aus ehrlicher Überzeugung und merken möglicherweise gar nicht, dass sie mit ihrem Verhalten zur Spaltung beitragen. Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass Menschen gezielt in solche Bewegungen eingeschleust werden, um sie von innen heraus zu beeinflussen, in die Irre zu führen oder zu spalten. Nur wissen wir von außen oft gar nicht, was tatsächlich hinter dem Verhalten eines Menschen steckt. Ist es persönlicher Ehrgeiz? Geht es um Geld? Stehen andere Interessen dahinter? Oder handelt jemand einfach aus einer Überzeugung heraus, die er selbst für richtig hält? Solche Fragen darf man sich stellen. Aber ohne entsprechende Belege können wir niemandem bestimmte Absichten unterstellen. Genau deshalb halte ich es für wichtig, Menschen nicht blind zu vertrauen, sondern ihre Aussagen und ihr Verhalten immer wieder kritisch zu hinterfragen. Und damit komme ich zu dem, was wir gerade selbst erleben. Ich habe Brandenburg kritisiert und meine Beobachtungen zu seinen Aussagen und seinem Verhalten geschildert. Du siehst manches anders, und das ist für mich völlig in Ordnung. Warum sollten wir uns deswegen gegeneinanderstellen? Was mir allerdings immer wieder auffällt, ist, wie schnell bekannte Persönlichkeiten verteidigt werden, sobald jemand sie kritisch hinterfragt. Als würden sie durch ihren Mut und ihre Bekanntheit plötzlich eine besondere Stellung einnehmen, bei der Kritik kaum noch erwünscht ist. Warum eigentlich? 1 von 2 Ich kann Brandenburg für seinen Mut achten, seine Untersuchungshaft kritisieren und mich gegen solche staatlichen Maßnahmen stellen, ohne deshalb jede seiner Aussagen und Entscheidungen gutheißen zu müssen. Und wenn ich Widersprüche erkenne oder bestimmte Verhaltensweisen kritisch sehe, dann spreche ich sie an. Das bedeutet doch nicht, dass ich deshalb gegen ihn oder gegen unsere gemeinsamen Überzeugungen arbeite. Ich finde es viel bedenklicher, wenn wir anfangen, Menschen allein aufgrund ihrer Bekanntheit auf ein Podest zu stellen und jede Kritik an ihnen beinahe persönlich nehmen. Dann genügt plötzlich eine unterschiedliche Einschätzung eines Einzelnen, und schon stehen Menschen gegeneinander, die eigentlich für dieselbe Sache eintreten. Dabei sehe ich auch dich und viele andere hier als mutige und starke Menschen. Jeder kämpft auf seine Weise und im Rahmen seiner Möglichkeiten. Manche stehen öffentlich im Mittelpunkt, andere bleiben weitgehend unsichtbar. Aber für mich macht das keinen Unterschied, wenn es darum geht, den Mut eines Menschen anzuerkennen. Und vielleicht sollten wir uns genau daran öfter erinnern. Wir müssen nicht dieselbe Meinung über einzelne Persönlichkeiten haben, um gemeinsam für unsere Überzeugungen einzutreten. Wir sollten uns gegenseitig das Recht zugestehen, auch diejenigen kritisch zu hinterfragen, die wir schätzen und unterstützen. Denn wenn wir schon daran scheitern, unterschiedliche Meinungen über einzelne Menschen auszuhalten, wie wollen wir dann jemals die Stärke entwickeln, die wir als Gemeinschaft eigentlich haben könnten? 2 von 2 👉 mein Post via 😉 Die eigentlichen Vorgänge verschwinden zunehmend aus dem Blickfeld. Konkrete Fragen dagegen können Menschen dazu bringen, selbst nachzuforschen und ihre eigenen Schlüsse zu ziehen. Was jemand selbst herausfindet und versteht, kann viel nachhaltiger wirken als eine noch so laute Anschuldigung. Genau deshalb hinterfrage ich seine Art der Provokation. Ich habe den Eindruck, dass er die Eskalation zumindest in Kauf genommen hat. Ob er sie bewusst herbeiführen wollte, weiß ich nicht und ich würde ihm dies auch nicht unterstellen. Aber darf ich nicht fragen, wem seine Vorgehensweise am Ende tatsächlich hilft? Den Menschen, die Aufklärung erwarten, oder vor allem seiner eigenen Bekanntheit? Für mich ist es ein Unterschied, ob jemand Aufmerksamkeit erzeugt oder mit seiner Arbeit tatsächlich etwas verändert. Und natürlich sehe ich auch die Doppelmoral auf staatlicher Seite. Menschen wie Böhmermann oder Pocher provozieren ebenfalls und haben deshalb auch schon juristische Auseinandersetzungen erlebt. Trotzdem müssen wir doch hinterfragen, nach welchen Maßstäben die Justiz vorgeht und weshalb Äußerungen in einem Fall zu Ermittlungen führen und in einem anderen sogar eine Untersuchungshaft vollzogen wird. Gerade bei Menschen, die öffentlich Regierung und Behörden kritisieren, gehört die Verhältnismäßigkeit staatlicher Maßnahmen besonders aufmerksam geprüft. Da bin ich ganz bei euch. Ich möchte, dass für jeden dieselben Regeln gelten, unabhängig davon, wie bekannt er ist oder welche politische Haltung er vertritt. Übrigens ist mir durch diese Diskussion etwas aus meinem eigenen Leben wieder eingefallen, das ich schon beinahe vergessen hatte. Auch ich wurde wegen eines Strafverfahrens polizeilich zur Aufenthaltsermittlung gesucht. Weil ich keinen Wohnsitz mehr in Deutschland habe und meine aktuelle Anschrift den Behörden nicht bekannt war, wurde mein Verfahren im November 2025 vorläufig eingestellt und ein Suchvermerk angelegt. Bei einer entsprechenden Kontrolle, beispielsweise am Flughafen, hätte ich deshalb ebenfalls angehalten und überprüft werden können. Erst im Mai 2026 wurde dieser Suchvermerk gelöscht, nachdem die Zustellung über meine Anwältin möglich war. Einen Haftbefehl gab es in meinen vorliegenden Unterlagen allerdings nicht. Und da frage ich mich, wie viele Menschen Ähnliches erleben, ohne dass Tausende Unterstützer für sie aufstehen, Spenden sammeln oder große Accounts ihre Geschichte verbreiten. Es geht mir nicht darum, Brandenburg die Unterstützung zu missgönnen. Im Gegenteil, ich freue mich über jeden, dem Menschen zur Seite stehen. Aber warum machen wir diese Solidarität so häufig von der Bekanntheit einer Person abhängig? Warum stehen wir nicht mit derselben Selbstverständlichkeit für die Rechte der Menschen ein, die niemand kennt? Und wir haben hier oft Personen die nach Unterstützung rufen und wie viele von euch habe dem die Aufmerksamkeit gegeben? Was mich an dieser Diskussion wirklich erschüttert, ist, wie schnell wir dabei selbst in eine Doppelmoral verfallen. Wir kritisieren, wenn Politiker und Behörden unbequeme Stimmen unter Druck setzen. Aber sobald jemand einen bekannten Kritiker aus unseren eigenen Reihen hinterfragt, wird seine Meinung plötzlich als störend empfunden. Da wird von Meinungsfreiheit gesprochen und gleichzeitig verlangt, dass man seine Gedanken gefälligst für sich behält, weil gerade Solidarität angesagt sei. Seit wann bedeutet Solidarität eigentlich, dass man einen Menschen nicht mehr kritisch betrachten darf? Mir ist wichtig, dass wir uns gemeinsam gegen Unrecht stark machen, und zwar für jeden Menschen. Gleichzeitig sollten wir aufmerksam bleiben und uns fragen, wem bestimmte Aktionen wirklich helfen. Wer bringt etwas auf den Weg, wer erreicht Veränderungen und wer sorgt möglicherweise dafür, dass die eigentliche Sache hinter der nächsten großen Empörung verschwindet? Das ist mein persönlicher Gradmesser. Nicht die Bekanntheit, nicht die Zahl der Follower und schon gar nicht der Applaus. Meinungsfreiheit scheint bei manchen genau dort aufzuhören, wo jemand ihren Helden kritisiert. Dass mein Beitrag über Paul Brandenburg einen Shitstorm auslösen könnte, hatte ich irgendwie erwartet. Und genau so ist es gekommen. Was mich allerdings überrascht hat, war die enorme Aufmerksamkeit und dass auch viele mir bekannte, größere Accounts meine Beobachtungen teilen. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Dass mit so einem Beitrag keine Tausenden Likes sammeln würde, war mir hingegen klar. Denn das Paul eine hohe Anhängerschaft hat, ist mir bewusst. Und es ist klar gewesen, dass ich angefeindet werde. Aber wer mich kennt, weiß, dass es mir ausschließlich um die Sache geht und nicht darum, möglichst beliebt zu sein. Was sich unter meinem Beitrag inzwischen abspielt, finde ich schon bemerkenswert. Mir wird Neid unterstellt, ich soll meinen Beitrag löschen oder erst einmal erklären, was ich selbst überhaupt geleistet habe. Andere fragen empört, wie ich ausgerechnet jetzt auf die Idee komme, Brandenburg zu kritisieren, wo es doch um seine unverhältnismäßige Verhaftung geht. Und genau darin liegt für mich bereits ein Widerspruch: Menschen, die seine teilweise extremen Äußerungen als mutigen Klartext verteidigen, können offenbar kaum ertragen, dass ich mir über diesen Mann meine eigenen Gedanken mache. Natürlich kann jeder meinen Zeitpunkt unpassend finden. Das ist sein gutes Recht. Aber weshalb werden aus meinen Fragen plötzlich persönliche Angriffe und Unterstellungen? Ich habe seine Festnahme und Untersuchungshaft ausdrücklich verurteilt. Daran ändert meine persönliche Einschätzung von Brandenburg überhaupt nichts. Muss ich denn alles gutheißen, was jemand sagt und tut, nur weil ihm selbst Unrecht widerfährt? Und sollen wir gerade jetzt aufhören, auch Menschen aus unseren eigenen Reihen kritisch zu hinterfragen? Da sind beispielsweise seine Corona-Testzentren. Brandenburg bezeichnete damals das Testen symptomloser Menschen öffentlich als absurd, betrieb aber selbst solche Einrichtungen und verdiente daran. Erst durch die Kommentare unter meinem Beitrag bin ich außerdem auf ein Video hingewiesen worden, in dem er nach den dortigen Angaben selbst davon spricht, Impfungen verabreicht zu haben. Gleichzeitig wurde auf spätere Forderungen nach Gefängnisstrafen für Ärzte in Impfzentren verwiesen. Ich kannte diese Aussagen vorher nicht und möchte wissen, wie das zusammenpasst. Ist es wirklich schon ein Angriff, wenn man bei solchen Dingen genauer hinschaut? Und dann seine Äußerungen über Kai Wegner. Brandenburg bezeichnete ihn unter anderem als „Kinderficker-Fan“ und „Pädophilie-Regenten“. Ich verurteile sexuellen Kindesmissbrauch ohne jedes Wenn und Aber und finde es richtig, dass die Vorgänge um Jurassica Parka öffentlich gemacht wurden. Aber ich frage mich, weshalb ein intelligenter und rhetorisch erfahrener Mann solche Vorwürfe erhebt, anstatt die Verantwortlichen mit den nachprüfbaren Tatsachen zu konfrontieren. Denn die Fragen liegen doch auf der Hand: Wie konnte ein bereits 2023 wegen Kinderpornografie verurteilter Mann im Juli 2025 eine Gala unter der Schirmherrschaft der Berliner Polizeipräsidentin moderieren? Weshalb erhielt ein Sommerfest, bei dem er 2024 auftrat, 40.000 Euro öffentliche Förderung? Die Polizei war über seine frühere Verurteilung informiert worden, während die Veranstalter nach eigenen Angaben nichts davon wussten. Wie konnte das passieren? Welche Informationen durften weitergegeben werden, welche Prüfungen fanden statt und wer übernimmt dafür die Verantwortung? Das alles lässt sich anhand von Berichten und offiziellen Unterlagen nachvollziehen. Und ich bin sogar überzeugt, dass wenn er mit solchen Fragen das ganze Publik gemacht hätte, er viel mehr bewirkt hätte, als mit den heftigsten Beschimpfung. Denn was passiert bei einer solchen Beschimpfung? Die einen jubeln, weil endlich jemand Klartext redet. Die anderen empören sich über die Wortwahl. Und schon dreht sich die Diskussion um Brandenburg, seine Äußerungen und die möglichen strafrechtlichen Folgen. 1 von 2 Ich werde weiterhin Unrecht benennen, auch wenn es Menschen trifft, die ich persönlich kritisch sehe. Und ich werde genauso weiterhin Menschen aus der Kritikszene hinterfragen, wenn ich dafür Gründe sehe. Denn wer Meinungsfreiheit ernst nimmt, muss auch aushalten, dass jemand den eigenen Helden kritisch betrachtet. Sonst verteidigen wir irgendwann nur noch diejenigen Meinungen, die uns selbst gefallen. Ich lasse mir jedenfalls nicht vorschreiben, wen ich hinterfragen darf. Und den Mund lasse ich mir schon gar nicht verbieten. 2 von 2 👉 mein Post via 😉 Wer von euch kennt Dorothea Thul? Ich möchte euch im Zusammenhang mit der Festnahme von Paul Brandenburg auf einen Fall aufmerksam machen, den vielleicht viele von euch gar nicht auf dem Schirm haben. Seit Brandenburg am 28. Oktober verhaftet wurde, erleben wir eine große Welle der Solidarität. Menschen schreiben Beiträge, sammeln Spenden, machen auf sein Schicksal aufmerksam und fordern seine Freilassung. Und ich finde es richtig, dass Menschen aufstehen, wenn sie staatliche Maßnahmen für unverhältnismäßig halten. Auch ich habe seine Untersuchungshaft ausdrücklich kritisiert. Auch wenn viele diesen Teil überlesen haben, neben meiner Kritik an ihm. Aber gerade diese Diskussion hat mich wieder an eine Frau erinnert, deren Geschichte meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte: Dr. Dorothea Thul, eine Kinderärztin, die sich unter anderem öffentlich mit schwerem sexuellen Kindesmissbrauch beschäftigt hat. Die Psychologin Andrea Christidis berichtet, dass Thul im Auftrag einer Mutter ein Gutachten erstellt habe, in dem sie schweren sexuellen Missbrauch an einem Jungen feststellte. Die zugrunde liegenden Unterlagen sind bislang nicht unabhängig überprüft. Mich interessiert deshalb auch, was aus diesen Vorwürfen geworden ist und wie die zuständigen Behörden damit umgegangen sind. Dorothea Thul geriet selbst in mehrere Strafverfahren. Bereits im Dezember 2023 wurde sie verurteilt. Nach Berichten von Prozessbeobachtern saß sie über ein Jahr in Untersuchungshaft. Im Januar 2025 verurteilte das Landgericht Trier sie im Berufungsverfahren zu zwei Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe. Dabei ging es unter anderem um Beleidigungen, üble Nachrede, Volksverhetzung und die Veröffentlichung aufgezeichneter Gespräche. Gegen das Urteil wurde nach Presseberichten Revision eingelegt. Ende April 2026 wurde aus ihrem Umfeld erneut von einer Inhaftierung berichtet. Weshalb genau diese erfolgte und wie ihr heutiger rechtlicher Status ist, konnte ich anhand der öffentlich verfügbaren Unterlagen bislang nicht abschließend klären. Und da frage ich mich: Wie viele von euch haben überhaupt davon erfahren? Wer hat sich damals mit ihrer Geschichte beschäftigt? Wer hat nach den konkreten Beweisen, der langen Untersuchungshaft und der Verhältnismäßigkeit dieser Maßnahmen gefragt? Auch ich selbst muss mich da mit einnehmen. Ich wusste von ihr und habe ihr zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Was ich hier nachholen möchte. Natürlich muss man sich auch bei Dorothea Thul die tatsächlichen Äußerungen und Vorwürfe anschauen. Eine Verurteilung ist nicht einfach bedeutungslos. Aber ein Gerichtsurteil bedeutet doch auch nicht, dass wir aufhören müssten, nachzufragen, ob ein Verfahren gerecht geführt wurde und ob die staatlichen Maßnahmen angemessen waren. Mich beschäftigt seit Langem, wie mit Menschen umgegangen wird, die öffentlich schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit sexuellem Kindesmissbrauch erheben. Ich habe zunehmend den Eindruck, dass manche von ihnen selbst unter erheblichen Druck geraten. Ob Thuls Strafverfolgung tatsächlich mit ihrem Einsatz für Kinder zusammenhängt, müsste anhand der Akten geklärt werden. Gerade das möchte ich wissen. Und deshalb möchte ich euch ihre Geschichte ans Herz legen. Und wer deutlich mehr zu ihr sagen kann und Fakten hat, der sollte diese hier bitte einbringen. Ich freue mich über jeden Menschen, der Paul Brandenburg unterstützt. Wirklich. Auch wenn ich ihn kritisch sehe. Aber diese Solidarität sollte doch nicht bei einem bekannten Namen aufhören. Was ist mit denen, die keine riesige Anhängerschaft haben? Die nicht täglich in unseren Timelines erscheinen und für die niemand große Kampagnen organisiert? Wenn wir uns gegen staatliche Willkür und unverhältnismäßige Maßnahmen starkmachen wollen, dann sollten wir auch bei Menschen genauer hinschauen, deren Namen kaum jemand kennt. 1 von 2 Schaut euch bitte den Fall Dorothea Thul einmal an und macht euch eure eigenen Gedanken. Mich interessiert vor allem, was tatsächlich geschehen ist, was bewiesen wurde und welche Fragen bis heute unbeantwortet geblieben sind. Wie gesagt, wer mehr Informationen hat, sollte dies hier bitte mitteilen. Lasst uns auch Solidarität mit ihr und allen anderen Menschen die der Willkür der Justiz aufgesessen sind Beachtung schenken. Auch immer wieder den verfolgten Ärzten. Denn am Ende sollte doch der Mensch zählen und nicht seine Bekanntheit. 2 von 2...