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Originalquellen / IDEA 44.2026, Seiten 16–17

Böhmermann.
Die Kritik im Original.

Zwei Zeitschriftenseiten dokumentieren die Programmbeschwerde von Caroline Bosbach und den Kommentar von Pfarrer Jürgen Henkel. Henkels Beitrag steht außerdem vollständig als Lesefassung zur Verfügung.

Beschwerde gegen Böhmermann-Satire

IDEA – Das christliche Spektrum, Ausgabe 44.2026, Seite 16. Der Bericht dokumentiert Bosbachs Beschwerde, ihre Frage nach einer entsprechenden Darstellung Mohammeds und die Kritik von Thorsten Alsleben.

Originalseite Beschwerde gegen Böhmermann-Satire, IDEA 44.2026, Seite 16.
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Der Kommentar von Pfarrer Jürgen Henkel

Originalkommentar · Jürgen Henkel · IDEA 44.2026, Seite 17

Öffentlich-rechtliche Blasphemie

Jesus als „POC-Otter“, das Kreuz als „Teufelssymbol“: Jan Böhmermann hat für Jürgen Henkel eine Grenze überschritten. Der Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde im oberfränkischen Selb-Erkersreuth kritisiert das Schweigen der Kirche.

Der sogenannte ZDF-Satiriker Jan Böhmermann hat in seiner Sendung „ZDF Magazin Royale“ Jesus Christus auf unflätigste Weise beleidigt und verunglimpft. Der Moderator fällt immer wieder durch genauso hemmungs- wie niveaulose Hassrede und Hetze gegen jeden auf, der nicht seine links-grün-woke Gesinnung teilt. Böhmermann beleidigte Jesus Christus als „genderfluiden, bi-neugierigen, halbnackten POC-Otter“ und verwendete dabei in Anspielung auf eine im Bild zu sehende Darstellung von Jesus am Kreuz zudem Begriffe der LGBTQ-Szene. So meinte er weiter, Jesus sei eine „Smoking, Hot Skinny Legend an einem auf dem Kopf stehenden Teufelssymbol“. „POC“ steht in der Identitätspolitik für „Person of Color“, also nicht-weiße Menschen, eine Anspielung auf die jüdische Herkunft Jesu. In der schwulen Szene ist ein „Otter“ ein schlanker, behaarter Mann. „Smoking Hot“ meint „extrem attraktiv“, der Begriff „Skinny Legend“ kommt aus der Popkultur und findet vor allem unter Transvestiten Verwendung. Doch nicht nur Christus selbst, sondern auch das Kreuz wird verunglimpft. Wie hasserfüllt muss jemand sein, um so über Jesus Christus und das Kreuz als wichtigstem Symbol der Christenheit zu sprechen? Wes Geistes Kind ist ein Publikum, das dies noch beklatscht? Wie verträgt sich ein solcher Exzess an Gotteslästerung mit dem Auftrag der zwangsgebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt ZDF? Was müssen sich die christlichen Gebührenzahler noch alles gefallen lassen? Und warum ist von den Kirchenleitungen keinerlei Protest zu hören?

Das Schweigen der Lämmer

Es wird Zeit, dass die von den Kirchen entsandten Rundfunk- und Fernsehräte ihren Auftrag ernst nehmen und gegen solche öffentlich-rechtliche Blasphemie schärfsten Protest einlegen. Bei diesen Ämtern in Kontrollgremien der Sender geht es nämlich nicht um die eigene Wichtigkeit, sondern darum, die Perspektive der Kirchen zur Programmgestaltung einzubringen. Anna-Nicole Heinrich könnte sich dabei übrigens in doppelter Funktion äußern: als Präses der EKD-Synode und als kirchliches Mitglied im ZDF-Fernsehrat. Aber „Haltung“ zeigen die Kirchen in Deutschland nur noch im panischen „Kampf gegen rechts“, zur mittlerweile regelmäßigen Negativ- und Falschdarstellung des christlichen Glaubens herrscht hingegen das Schweigen der Lämmer.

Wortlaut des bereitgestellten Zeitschriftenbeitrags. Zeilenumbrüche und Trennstriche am Zeilenende wurden für die Lesefassung aufgelöst. Die Bewertungen und Begriffsdefinitionen in diesem Originaltext stammen von Jürgen Henkel. Mit der abgebildeten Originalseite vergleichen ↗

Originalseite Öffentlich-rechtliche Blasphemie von Jürgen Henkel, IDEA 44.2026, Seite 17.
IDEA 44.2026, Seite 17 · Originalseite zum Abgleich.

Rundfunkalarm & Beitragsstopper ↗